Winter-Walking Phönixsee

Wo früher das riesige Stahlwerk Phönix-Ost stand,  entstand in langer Bauzeit das Naherholungsgebiet Phönixsee und ein sehr großes Neubaugebiet, das bis wenige Meter an den See heranreicht.  Geblieben aus Stahlzeiten ist nur die beeindruckende Thomasbirne, die einen Ehrenplatz auf  der „Kulturinsel“ bekam.

Phoenixsee-MZ_Thomasbirne_slider3

 

Wenn es längere Zeit geregnet hat und deshalb unsere Walkingstrecken im Wald völlig durchnässt und verschlammt sind, dann muss die Runde um den Phönixsee in DO-Hörde schon mal herhalten, denn dafür eignet sich der kleine See sehr gut. Man kann die Enten und Schwäne beobachten und gleichzeitig seine Runde(n) drehen. Je nach Bedarf, denn eine Runde ist ca. 3,2 km lang.

330px-Phoenixsee-karte

Wenn wir den Kaiserberg (Foto s.u.)  – ich weiß nicht, weshalb der so heißt, er ist grade mal um die 132 m hoch – zusätzlich einmal rauf und runter walken – kommen pro Runde ca. 4 km zusammen. In einem Bericht der Ruhrnachrichten habe ich mal gelesen, man brauche dafür „stramme Waden“.  Darüber musste ich lachen, denn ich komme ja aus dem Süden der Republik und dort nennt man solche Erhebungen maximal „Buckel“, was so gut wie NICHTS bedeutet.  Buckel gibt es bei uns schon wegen der Weinberge überall in der hügeligen Landschaft. Es gibt sogar verschiedene „Buckelestouren“ für besonders ambitionierte Radler!

Hier in Dortmund ist alles platt und eben, auch rund um Dortmund herum.Also ein ideales Terrain für alle Radlfans. Trotzdem habe ich hier mehr E-Bikes gesehen auf Radwegen als sonst irgendwo.   Immerhin ist es besser sich überhaupt zu bewegen als gar nichts für die Gesundheit zu tun.

Zurück zum Phönixsee. Er dient nicht nur der Freizeitgestaltung, sondern er leistet auch einen wichtigen Beitrag für den Hochwasserschutz an der Emscher, da er im Ernstfall bis zu 240.000 Kubikmeter Wasser mehr fassen kann als im Normalzustand. Bei Starkregenereignissen würden die Wassermassen aus der nebenan fließenden Emscher über ein Wehr in den See geleitet werden. Die Emscher selbst ist durch eine Seepromenade vom Phoenix See getrennt und schlängelt sich heute im Normalfall – gemütlich und abwasserfrei – durch neu angelegte Auen.

Die Strecke  am See entlang geht immer, denn neben einem  Weg mit Split für Fußgänger gibt es rundherum eine asphaltierte Spur für Radfahrer und Inline-Skater. Nähe der Hörder Burg gibt es auch Gastronomie, die im Sommer völlig übervölkert ist – wie überhaupt der ganze Phönixsee.  Rund um den Phönixsee herrscht der absolute Bauboom.  Verkauf und Vermietungen von Wohnungen unter dem Motto „Seeblick“, wobei man eigentlich nur auf andere Häuser schaut, die inzwischen mehrreihig hintereinander fast bis zum Ufer reichen.  Inmitten der vielen Häuser  sieht der See inzwischen immer kleiner aus. Darin baden ist verboten und angesichts der vielen Enten und Schwäne würde ich ihn ja eher als „Entenweiher“ bezeichnen.

DSC00345
Der Kaiserberg am Phönixsee

DSC00371

DSC00344

DSC00376
Die strahlende Sonne verführte uns zu einer kleinen Rast auf einer Bank am See und zur ersten Kugel Eis 2016!

Ich weiß, dass ich mit dieser Behauptung in ein Wespennest steche, weil der Phönixsee unglaublich beliebt ist bei vielen Dortmundern, was ich angesichts der Bebauung und Asphaltierung rund um den See nur teilweise nachvollziehen kann, zumal bei schönem Wetter dort ein solcher Andrang herrscht, dass es gar keinen Spaß macht, sich dort unter die vielen Spaziergänger, Radfahrer und Inlineskater zu mischen.  Aber wie gesagt,  im Winter oder bei schlechtem Wetter ist er allemal einen kleinen Ausflug wert, um eine Walkingrunde oder auch mehrere zu drehen.

Hier noch ein paar Impressionen – aufgenommen am 14.2.17 – da schien allerdings sogar ein wenig die Sonne.

DSC00351

DSC00360

DSC00356DSC00374DSC00365DSC00355DSC00347DSC00367

DSC00362
Blick vom „Kaiserberg“ auf den See

Hoffentlich schon bald werden wir wieder im Wald unsere Runden drehen können, begleitet von Vogelgezwitscher, ersten Frühlingsblühern und zartem Grün an Bäumen und Sträuchern.

Nächste Woche heben wir aber erst mal ab und fliegen nach  Sizilien. Ich bin so gespannt, was diese Insel zu bieten hat, ob ich meinen Geburtstag mit einem Besuch auf dem Ätna krönen kann und welche kullinarischen Überraschungen Siziliens Küche für uns bereit hält.

A presto  🇮🇹 ☼Sigrid☼

 

Werbeanzeigen

17 Gedanken zu “Winter-Walking Phönixsee

  1. Interessant, das zu sehen und zu lesen. Deine Meinung teile ich (gut, dass noch jemand ein bisschen kritisch ist). Es kommt mir allzu künstlich vor und Menschenmassen mag ich schon mal gar nicht. Hier waren auch am Wochenende die Promenaden überfüllt. Alle wollten Sonne tanken, was man natürlich verstehen kann.
    LG und schönen Urlaub auf Sizilien. Da bin ich jetzt schon gespannt auf die Bilder.

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, an sonnigen Wochenenden ist es nicht möglich Rad um den See zu fahren, der manchmal auf einer unserer Ausflugsstrecken liegt. Wir meiden den See inzwischen und fahren nur mal unter der Woche hin zum Frühstücken an der Promenade, weil das Wasser dann so schön glitzert, während wir unseren Kaffee schlürfen 😀 Danke für die Wünsche, ich freu mich schon sehr, will ich doch an meinem Geburtstag auf den Ätna. Ob er uns lässt oder Schneemassen einen Besuch verhindern, das werden wir dann noch sehen. LG Sigrid

      Gefällt 1 Person

    1. Mal schauen, was wir alles unternehmen können. Das Wetter wird sicher eine Rolle spielen, aber es gibt dort große Nationalparks und wir wollen mal schauen und uns informieren, was dort für Wanderer angeboten wird – neben all den schönen Städten am Meer. LG Sigrid

      Gefällt 1 Person

    1. Ich finde Stöcke auch sehr hilfreich, vor allem in unebenen Gelände und vor allem bergab. Ich habe meine Leki-Stöcke schon ewig, die sind immer noch gut. Knieprobleme bin ich los seit einiger Zeit und Rücken hatte ich noch nie Probleme, aber ich mache auch viel für meinen Rücken im Fitnessstudio mit Kraftraining, stärke also alle Muskeln im Rückenbereich – nur so zur Prophylaxe. Weiterhin viel Spaß beim „stöckeln“ 😉

      Gefällt mir

  2. So ist es. Hohe Miet- und Grundstückspreise. Auf den ersten Blick sieht das alles gar nicht mal so übel aus, aber es gibt ganz bestimmt viel schönere Wohngegenden in Dortmund. Wo die Leute am Wochenende fast in die Kaffeetasse schauen können und unentwegt Trubel herrscht, möchte ich nicht wohnen. Aber das ist meine Meinung!

    Gefällt 1 Person

    1. siehe oben – ist leider verrutscht. Danke für die Wünsche. Ich freu mich so sehr. Italien ist einfach mein Traumland und ich fühle mich dort am wohlsten und den Menschen sehr verbunden. Und die Sprache klingt wie Musik in meinen Ohren 😀

      Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.