Direkt vor unserer HaustĂŒr ……

gibt es unendlich viele Möglichkeiten fĂŒr Wanderungen, SpaziergĂ€nge oder Radtouren. Dieses Mal berichte ich von einer kleinen Wanderung von rund 8 Kilometer LĂ€nge.   Durch einen Tipp auf Instagram von Roadtraveller, einem reisefreudigen Paar hier aus der Gegend, sind wir auf die „Kalksklinge“ aufmerksam geworden.

Die Kalksklinge ist ein eindrucksvolles Waldtal mit einem feucht-kĂŒhlen Schluchtenklima. Die Quelle hat nördlich von Frohnfalls im Kieselsandstein ihren Ursprung und mĂŒndet in den Kalksklingenbach. Dieser entspringt aus einem höhlenartigen Mundloch und hat dort eine Kalktruffterrasse aufgebaut. Dort wo das Quellwasser entlangfließt, wĂ€chst die Kalktruffrinne laufend weiter und rieselt ĂŒber einen zwei Meter hohen Kalktuff-Felsen in die Klinge. Das Naturschutzgebiet liegt im Schonwald Kalksklinge und hat einen Schluchtwaldcharakter.

Als Besonderheit soll hier sogar  Hirschzungenfarn wachsen, den wir aber nicht gesehen haben.  Immerhin ist ja erst April, aber eine WĂ€rme wie im Hochsommer 🙂

Begonnen haben wir unsere Wanderung am Sportplatz in Untersteinbach, einem kleinen Dorf, das wiederum zur Gemeinde Pfedelbach gehört.  Wir folgten der Straße Richtung Frohnfalls zunĂ€chst immer steil bergauf.20200418_173556

Auf dem Weg zum Wald bieten sich schöne Ausblicke zurĂŒck zum Dorf. Überhaupt ist die ganze Umgebung so herrlich ruhig, idyllisch und fast unberĂŒhrt.  Wer hier wohnt genießt Ruhe und Vogelgezwitscher pur!

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Untersteinbach inmitten von Streuobstwiesen und Weinbergen!

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Die Landschaft hier ist einfach nur schön und unglaublich abwechslungsreich durch sanfte HĂŒgel, Weinberge, Streuobstwiesen, WĂ€lder und kleine BĂ€chlein.

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Bald schon entdeckten wir dann auf einem kleinen Schild den Hinweis zum „Kalksbrunnen“, dem wir folgen.  Ein kleiner Pfad schlĂ€ngelt sich durch den Wald entlang des BĂ€chleins.  Hier ist es im Sommer angenehm kĂŒhl

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Auf einem schmalen Pfad, wildromantisch, aber leider gesĂ€umt von vielen vom Sturm entwurzelten BĂ€umen, herunter gefallenen Ästen und viel Totholz erreichten wir schließlich die Quelle „Kalksbrunnen“.Quelle Kalksklinge

Wir hĂ€tten ab hier auch denselben Weg zurĂŒckgehen können, wĂ€hlten jedoch einen weiteren Aufstieg durch den Wald zu einem Höhenweg der immer leicht ansteigend Richtung „Gleichener See“  auf einem Rundweg zurĂŒck nach  Untersteinbach fĂŒhrt.

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Die letzten 3 Kilometer durfte sich mein neues Kniegelenk bewĂ€hren, denn wer anfangs stĂ€ndig berauf geht, muss notgedrungen auch wieder bergab gehen, was aber recht gut klappte.  Vor meiner OP hatte ich dabei immer große Schmerzen.

Dieses kleine Haus fiel uns auf dem RĂŒckweg in Untersteinbach auf.   Ob darin mal jemand gelebt hat auf kleinstem Raum?  Heute wĂŒrde es „Tiny House“ heißen 🙂

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Hier in der Gegend gibt es ja sehr viele Obstplantagen mit niedrigen BĂ€umen, um alles leichter bewirtschaften zu können. Um so schöner, dass auch die alten Streuobstwiesen grĂ¶ĂŸtenteils erhalten werden.  Wer hier einen Moment still steht, wird wĂ€hrend der BlĂŒte ĂŒberwĂ€ltigt von dem nicht zu ĂŒberhörenden Summen der Bienen. Schade, dass ich das nicht aufnehmen konnte.

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Inzwischen nĂ€hern wir uns Ende April und wenn ich mir meine Fotos ansehe und die BeitrĂ€ge, die ich bis jetzt verfasst habe, kommt es mir vor als wĂ€ren wir schon im FrĂŒhsommer angekommen.   Vom unbestĂ€ndigen April war bisher ĂŒberhaupt nichts zu spĂŒren.  Wir freuen uns natĂŒrlich, dass wir gerade jetzt, wo Kontakte vermieden werdne sollen, so oft und ungestört die Natur genießen können, aber schaut man sich auf Wiesen und in den WĂ€lder um, dann weiß man sofort hier fehlt es an Wasser, Wasser, Wasser.

Wollen wir hoffen, dass unser aller Wunsch nach Regen erfĂŒllt wird, denn sonst droht uns eine DĂŒrre wie wir sie eigentlich nicht erleben wollen.

Bitte bleibt gesund, haltet Abstand und bleibt optimistisch in diesen schwierigen Zeiten!

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20 Gedanken zu “Direkt vor unserer HaustĂŒr ……

  1. Hallo Sigrid,

    ich habe zufÀllig deinen Blog gefunden und das Stichwort Untersteinbach gelesen. ZunÀchst mal: Das ist ein sehr schöner und informativer Beitrag der Lust zum Wandern macht. Untersteinbach ist mir gut in Erinnerung. Dort habe ich wÀhrend meiner Ausbildung einige Zeit in einem Schulungszentrum verbracht. Ich bin auch Jahrgang 52. Da kannst du dir vorstellen wie lange das her ist.

    Ich habe mir deine Blogadresse vorgemerkt und werde immer mal wieder vorbeischauen.

    Liebe GrĂŒĂŸe
    Harald

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    1. Ein Schulungszentrum in Untersteinbach? Dieser kleine Ort gehört zu Pfedelbach. Warst du dort wirklich oder in einem anderen Untersteinbach? Der Ort ist nĂ€mlich winzig klein, aber da ich selbst erst 2017 hier in die NĂ€he nach Öhringen gezogen bin, kenne ich mich natĂŒrlich nicht so gut aus. Liebe GrĂŒĂŸe, Sigrid

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      1. Untersteinbach ist schon richtig. Das war damals noch selbstĂ€ndig und wurde spĂ€ter zusammen mit anderen Gemeinden zu Pfedelbach. In U-nach befindet sich das Schulungszentrum der AOK Baden-WĂŒrttemberg.

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  2. Das ist ja schön, dass wir euch gleich zu diesem Ausflug inspirieren konnten :-)! Die Bilder sind traumhaft, vor allem die BlĂŒten. Wir konnten uns auch gar nicht sattsehen – weder an den ObstbĂ€umen, noch am Ausblick… Wir hamÂŽs schon schön hier 🙂
    Letzte Woche waren wir mal wieder im Jagsttal unterwegs, rund um Dörzbach auf dem Pfad der Stille. Auch sehr zu empfehlen.
    Ganz liebe GrĂŒĂŸe, Lisa

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    1. Danke fĂŒr alle Tipps, denn wir sind gerne hier unterwegs – sowohl zu Fuß als auch mit dem Rad sehr gerne. Zumal ich nach einer Knie-OP im November 19 endlich wieder lĂ€ngere und spĂ€ter auch hoffentlich wieder sehr lange Strecken zurĂŒck legen kann. Allerdings laboriere ich schon seit MĂ€rz irgendwie an einer Bronchitis herum, die mal kurz pausierte und uns wandern und radeln ließ, dann aber wieder plötzlich zurĂŒckkehrte und mich nun schon wieder seit 2 Wochen plagt. Kenne ich gar nicht von mir, aber jetzt auch noch ausgerechnet, wo jeder Hustenanfall schrĂ€ge Blicke auslöst. Ja, getestet und fĂŒr negativ befunden und so langsam geht’s aufwĂ€rts. Wir mögen das Jagsttal sehr und Schöntal ist mein Lieblingsort und die „Post“ war jahrzehntelang unser Familienausflugspunkt zum Essen, plantschen am Wehr, Rundwege gehen hoch nach Neusass usw. Vielleicht radeln wir das Jagsttal demnĂ€chst mal runter bis Friedrichshall und dann wieder den Kocher rauf zu uns. Wenn wieder UnterkĂŒnfte zur VerfĂŒgung stehen.
      Liebe GrĂŒĂŸe, Sigrid

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  3. Hallo, schön das es mit dem neuen Bauteil im Bein funktioniert. Da kann man doch gleich wider eine neue LebensqualitĂ€t in der Natur wahrnehmen. Die Bilder sind toll und irgendwann…

    …tauch ich da auch mal in der Ecke auf und schau mir das selbst an.

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    1. Da kann ich dir nur zu raten! Die Landschaft ist hier halt einfach so anders. NĂ€mlich lieblich, sanft und hĂŒgelig, voller blĂŒhender Streuobstwiesen und Weinberge,und Obstplantagen. Nicht zu unterschĂ€tzen ist auch das Speisenangebot. Nicht umsonst gibt es im SĂŒdwesten die meisten Restaurants mit Stern, aber auch in jedem Gasthaus hier, findest du einfach so ein tolles Angebot an leckeren Speisen. WĂ€hrend meiner 9 Jahre in Dortmund habe ich nicht ein einziges Restaurant entdeckt, das irgendwie hĂ€tte mithalten können mit hiesigen Weinstuben oder Gasthöfen.
      Ich weiß, wer es nicht anders gewohnt ist oder einfach auch so aufwĂ€chst, der vermisst nichts, aber ich schon, denn Currywurst und Pommes mag ich vielleicht ab und zu essen, hat aber nichts mit guter KĂŒche zu tun. Bei uns gibt’s grade sehr hĂ€ufig irgendwas mit grĂŒnem Spargel und Erdbeeren, die gerade Saison haben pflĂŒckfrisch verkauft werden. Also, hier kannst du wunderbare Urlaube radeln verbringen und abends lecker speisen in wunderschönen Regionen.
      Ein schönes Wochenende noch. LG Sigrid

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  4. sehr schöne Wanderung und 8 km sind ja nun nicht wirklich kurz !!! Das Knie funktioniert auch wieder so wie ich es lesen kann.
    Klar bei dem Wetter passt ja alles aber es soll ja ab Mitte der Woche regnen. Die Landwirtschaft braucht dass dringend ! VG Manni

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  5. Hallo Sigrid, die Gegend bei euch ist einfach nur traumhaft. Wirklich schöne Bilder hast du uns mitgebracht. Gruss Wolfgang

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    1. Vielen Dank Wolfgang. Ja, warum in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah. Das wird wohl 2020 unser Motto bleiben und ich beneide GroßstĂ€dter ĂŒberhaupt nicht. Dort tummeln sich in Parks zu viele Menschen und hier musst du dir darum gar keinen Kopf machen. Gott sei Dank 🙂👍

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  6. Sehr schöne Gegend, tolle Bilder.
    FĂŒr mich jetzt leider nicht mehr zu erreichen. Mit Rollator geht nicht alles und einmal umknicken, dann könnte ich schon wieder einen Bruch bekommen. Nun denn, wir finden bei uns auch immer etwas.
    LG Mathilda 🙂 ❀

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  7. Meilenweit wandern koenn(t)en wir hier auch, liebe Sigrid, allerdings nicht auf (schoenen) Wanderwegen. Es sind nur asphaltierten Straesschen. Und trotz der Aussichten auf Texas Hill Country bei Weitem nicht so schoen wie bei Euch. Ich denke mal, die Gegend ist besser zum Radeln. Mal sehen, ob ich mich heute wieder dazu aufraffen kann. Das Wetter waere schon richtig gut dafuer.
    Liebe Gruesse, und bleibt gesund,
    Pit

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    1. Hallo Pit, danke fĂŒr deinen Kommentar. Ja, wir haben so ein GlĂŒck mit unserem Wohnort, den wir uns vor drei Jahren ausgesucht haben. Nicht nur unsere Kleinstadt Öhringen (ca. 22 000 Einwohner) ist richtig hĂŒbsch und gepflegt, bietet viel von Basketballfeld ĂŒber Rollschuhbahn, Trimm dich Pfad, Schwimm- und Hallenbad, KulturstĂ€tten, Kinos u.v.m. , sondern gerade die Umgebung bietet Natur pur und was gibt es Schöneres als draußen wandern und radeln zu können. Besonders jetzt, wo wir so eingeschrĂ€nkt leben mĂŒssen. Liebe GrĂŒĂŸe und viel Spaß beim radeln, Sigrid

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      1. Hallo Sigrid,
        auch unsere Stadt und Gegend haben wir uns wegen des schoenen Umlands und wegen der Radelmoeglichkeiten ausgesucht – wenn es auch eben nur ganz wenig zu wandern gibt. Aber die Gegend ist schoen und erinnert mich immer wieder – etwas zumindest – an die Eifel.
        „Geflohen“ sind wir damals vor dem Oelboom in Karnes County. Wenn da innerhalb von 30 Minuten 75 Schwerlaster in ca. 100 Meter Entfernung am Haus vorbeidonnern, dann ist das keine Gegend mehr, die zum Wohnen verlockt.
        Liebe Gruesse,
        Pit

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